Publikationen zur Geschichte von Brakel
Das besondere Interesse Kultur und Geschichte ist jeweils ziemlich zeitgebunden. Jedenfalls ist in Brakel die Entwicklung so verlaufen, dass im 19. Jh. Grundlagenarbeiten von Einzelnen gemacht wurden: Engelbert Gieffers (1817-1880), Eduard Franke (1821-1904), Josef Ewald (1858-1927) u. a.
Im Jahr 1925 erscheint von Ruprecht Ewald (1892-1924) Die „Geschichte der Stadt Brakel“,
Im Jahr 1929 ein großartiges Stadtjubiläum („1150 Jahre Stadt Brakel“).
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es auch hervorgehobene Anlässen zur Erinnerung an die Geschichte der Stadt und Region.
- 1950 Heimat- und Kulturwoche mit Schwerpunkt J. G. Rudolphi-Gemälden
- 1963 Westfalentag des Westf. Heimatbundes mit Staatsgästen und lokalen Ausstellungen
- Hermann Hoffmeister (1917-1988) verdient es noch hervorgehoben zu werden. Er hat als Kulturamtsleiter und Stadtamtmann zahlreiche Texte verfasst zur Stadtgeschichte, die als Zeitungsartikel oder im Buch 1979 erschienen oder bei den Vereinen zu finden sind.
Aber erst in den 1970-er Jahren bekam das Interesse an der Heimatgeschichte neue Impulse und Blickrichtungen hinsichtlich Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus.
Das Stadtjubiläum 1175 Jahre Brakel (1979) führte auch zu dem Buch „Brakel 829-1229-1979“ mit vielseitigen Beiträgen aus Geschichte, Arbeitswelt und die künftige Entwicklung.
Der zögerliche Anfang wurde fortgesetzt durch den VHS-Arbeitskreis Stadtgeschichte (mit dem eh. Lehrer am PLG und Historiker Ulrich Ernst), der erst ein geringes Interesse und wenig Kenntnis der regionalen Geschichte in Bevölkerung und in den Schulen feststellte, das sich dann aber grundlegend änderte. 1987 lagen bereits eine Reihe von Faltblättern und Infobroschüren vor:
- 1984 „Kleiner historischer Stadtführer Brakel“, Neuauflage 2001, sowie Kleiner Führern durch Bökendorf und Rehder,
- Reihe „Geschichtsnahe Erholung“ mit den Themen
– Auf den Spuren des Barockbaumeister J. C. Schlaun, Bökendorf und die Familie von Haxthausen - Reihe Historische Bauten mit Pfarrkirche, Alte Waage, Haus des Gastes u. a.
Ein enormer Beitrag leistete die Reihe „Brakeler Schriftenreihe“ ab 1983. die anfangs jährlich, später mehrjährig ein überschaubares Heft im DIN A 5-Format herausbrachte (mit blauem Einbanddeckel). Zur Übersicht der Titel und Themen geht es hier.
1988 folgte das Buch „Nationalsozialismus und Verfolgung in Brakel“ von H. Engemann und Ulrich Ernst, begleitet mit einer Ausstellung.
Der Bürgerschützenverein Brakel steuerte zwei Bücher anlässlich der Jubiläen hinzu: 1992 „Das Schützenwesen der Stadt Brakel“ von Herbert Engemann und 2017 „450 Jahre Schützenwesen“ von Bernd Zymner u. a.
2024 Verlegung der ersten Stolpersteine zur Erinnerung an die ermordeten und vertriebenen jüdischen Mitbürger der Stadt.
